undeterminants

(*for English version see below)

graphic design © Charlotte Hansel

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Mittwoch, 17. Juli 2019

Öffnungszeiten: 14-21 Uhr

Ort: Strahlensaal der ehemaligen Frauenklinik, Virchowweg
20, 10117 Berlin

undeterminants im Strahlensaal beschäftigt sich mit verschiedenen (visuellen) Ausprägungen von Entwicklungsformen und Entscheidungsprozessen – insbesondere deren (un-)linearen Verläufen – dem Einfluss von Außen sowie der Unberechenbarkeit des Fehlers und Zufalls.

Innerhalb der Mauern des Strahlensaals wurden schon immer Entscheidungen getroffen und Entscheidungsfindung ermöglicht:
Während Selmar Aschheim und Bernhard Zondek 1927 eine erste Frühtestmethode zur Schwangerschaftserkennung in der Universitätsklinik entdeckten und im Strahlensaal ihren Studierenden erläuterten, ahnten sie noch nicht, dass diese Erfindung lebensverändernd sein würde und knapp 100 Jahre später in der Anwendung der genetischen Diagnostik bei Schwangeren münden sollte.

Ausgangspunkt für die Ausstellung im Strahlensaal sind Entscheidungsprozesse und auf diese Prozesse einwirkende formgebende Faktoren, wie physikalische Kräfte, Zufälle, die Chance des Fehlers sowie greifbare und gedankliche Barrieren.
Einmal in Gang gesetzte Verläufe lassen die eben genannten Faktoren die unterschiedlichsten Formentwicklungen entstehen, und Funktionssysteme, in denen wir gefangen sind, entwickeln sich in eine scheinbar vorbestimmte Richtung.

Dennoch existieren Alternativmodelle, die sich Trends dynamisch entgegensetzen. Diese Formen metaphorischer Verläufe sollen in der Ausstellung undeterminants genauso künstlerisch visuell präsentiert werden, wie die kleinen und geheimen Entwicklungen, die ihrem Eigenleben überlassen sind.

Hierbei werden Arbeiten vorgestellt, in denen sich die Künstler*innen mit der Ästhetik des Zufalls und dem Einfluss von außen befassen, Arbeiten, in denen das Vorbestimmte und das Geleitete zum Hauptmotiv der Arbeit werden sowie Arbeiten, die an Strukturen erinnern, die scheinbar aus der Kontrolle geraten sind und nach eigenen Regeln gedeihen.
Gerade, gewunden, ungehemmt, zaghaft, brüchig und parallel zueinander können Entscheidungen und die daraus resultierenden Entwicklungen in Form übersetzt werden, wobei besonderer Fokus auf skulpturalen Objekten und audio-visuellen Medien liegt.

English version:

undeterminants deals with different forms of developments and processes of decision-making, and emphasises their (non)lineary courses, as well as thematising extraneous influence and unpredictability of coincidence and error.

Wednesday, 17 July 2019

Opening hours: 2-9 pm

Venue: Strahlensaal at the former women’s hospital,
Virchowweg 20, 10117 Berlin

Künstler*innen/ artists: A/A Armin Keplinger & Andreas Greiner, Jonas Etter, Johanna Jaeger, Johanna Jaeger, Jonas Etter, Markus Wirthmann, Anton Steenbock, Philip Topolovac, Ulrike Mohr, Ulrike Mohr, Anton Steenbock, Philip Topolovac, Markus Wirthmann

Kuratorinnen/ curators: Mette Kleinsteuber, Polina Kokotov

ARBEITEN/ EXHIBITED PIECES:

JONAS ETTER

Die Arbeit von Jonas Etter thematisiert das wechselseitige Verhältnis zwischen Künstler und den von ihm verarbeiteten Materialien. In präzisen Versuchsanordnungen und in seiner Auseinandersetzung mit den materialspezifischen Eigenschaften von Tusche, Aluminiumfolie, Papier, Zucker oder Feuer ist das Moment der wohl intendierten, stets aber ungewissen „Gegenleistung” des künstlerischen Arbeitsmaterials zentral. Das Ausloten materialspezifischer Reaktionsweisen des Materials kreiert eine experimentelle Situation: „Was gibst Du mir wenn ich Dich erhitze, wenn ich Dich ausgiesse, wenn ich Dich falte?”.

Jonas Etter lebt und arbeitet in Zürich.

The work of Jonas Etter describes the mutual bond and the relationship between the artist and the materials he uses. In precise experimental arrangements and in his examination of the material-specific properties of ink, aluminium foil, paper, sugar or fire, the moment of the well-intended, but always uncertain ‚return‘ of the artistic material is central. The exploration of material-specific reactions of the material creates an experimental situation: ‘What do you give me if I heat you, if I pour you out, if I fold you?‘ The site-specific work in the Strahlensaal takes up the dialogic form of a dialogue between the material.

Jonas Etter lives and works in Zürich.

JOHANNA JAEGER
UNSTILL 20 MIN, 2017, VIDEOLOOP, PROJEKTIONSMASSE VARIABEL

Johanna Jaegers Projektion unstill beschreibt den Verlauf von Tinte in einem breiten Wasserbad. Fünfundzwanzig Tropfen dunkler Tinte werden in Wasser getropft und deren Ausbreitung über 20 Minuten in einem Panorama-Format filmisch begleitet. Anfangs verteilt sich die Farbe schnell, sodass die ursprünglichen Startpunkte verwischen und sich bald ein abstraktes Farbbild einstellt. Die an Bilder von William Turner erinnernden Verläufe verändern sich für das menschliche Auge kaum sichtbar aber wahrnehmbar. Die zunehmende Langsamkeit der Veränderung im Video steht im Gegensatz zum stürmischen Bildaufbau des sich stets wandelnden Bildes und löst einen meditativen Sog auf den Betrachtenden aus. Die Bewegung und Vermischung der Moleküle wird an einem zeitlichen Punkt, der nicht mehr im Video gezeigt wird, schlussendlich zum Stillstand kommen. Die Form der Vermischung ist eine Kombination aus berechenbaren Faktoren, wie der Dichte der Elemente und Bewegungsrichtungen, aber vor allem dem Zufall.

Johanna Jaeger hat in Montpellier, Berlin und New York Bildende Kunst studiert. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Johanna Jaegers projection unstill depicts the course of ink sinking into a water container. Twenty-five drops of ink, released successively into the water, diffuse in water. The experiment is captured within a panorama-like frame for 20 minutes. In the beginning, the ink spreads rapidly, so that the initial starting points start to blur and an abstract image extracts from this process. The emerging images remind us of the impressionist paintings by William Turner. The slowly changing flow of the ink is hardly visible, but still perceptible. The increasing slowness of change within the video contrasts with the stormy composition of the momentary frame and unleashes a meditative pull towards the beholder. Movement and blending of molecules will eventually come to a stillstand, this moment, however, lies outside the frame of the video. The pattern of blending water and ink consists of a combination of predictable factors, such as the density of elements and movement direction, but particularly of coincidence.

Johanna Jaeger studied in Montpellier, Berlin and
New York. She lives and works in Berlin.

ULRIKE MOHR
KREISE IM RAUM, 2019
INSTALLATION AUS GEKÖHLERTEN OBJEKTEN, DREHMOTOR

Durch den Transformationsprozess des Köhlerns haben die Objekte ihre ursprüngliche Farbgebung verloren, die Details ihrer Oberfläche jedoch sind erhalten und für immer konserviert. Das physische Umgehen und Eintauchen in die räumliche Tiefe der Arbeiten ermöglicht es, die Komplexität, die Leichtigkeit und die Identität der Raumzeichnungen wahrzunehmen. Ulrike Mohr löst die Grenzen zwischen Material, Raum, Zeit und Klang zunehmend auf und schafft so andere Interpretations- und Erfahrungsräume. Im Strahlensaal zeigt die Künstlerin die ortsspezifische Arbeit Kreise im Raum, welche die Leerstelle einer fehlenden Lampe zum Ausgangspunkt einer kreisenden Raumzeichnung macht, die rhythmisch einen Klang erzeugt.

Ulrike Mohr lebt und arbeitet in Berlin

Through the transformation process of burning charcoal, the objects have lost their original colour, but the details of their surface are preserved and preserved forever. The physical handling and immersion in the spatial depth of the work make it possible to perceive the complexity, the lightness and the identity of the spatial drawings. Ulrike Mohr increasingly dissolves the boundaries between material, space, time and sound and thus creates different spaces of interpretation and experience. In the Strahlensaal, the artist shows the site-specific work Circular paths, which makes the blank space of a missing lamp the starting point for a circular spatial drawing that rhythmically creates a sound.

Ulrike Mohr lives and works in Berlin

ANTON STEENBOCK
AM 31. WEHT FRISCHER WIND BEI MUTTI
KÜMMELFLASCHEN, VENTILATOR, SEILE, TUCH

Ein weißes Tischtuch, kleine Kümmelflaschen und eine laue Brise – Utensilien eines gediegenen Sonntagnachmittags am Stadtrand? Anton Steenbocks Installation Am 31. weht frischer Wind bei Mutti rezipiert diese Assoziation auf humorvolle Weise. Ein Starkstromventilator bringt über sich ein weißes Tuch zum Tanzen, gehalten von 25 Kümmerlingen, die, an Scharnieren befestigt, wie ein Windspiel zufällig erklingen. Dieser audio-visuelle Tanz stellt eigentlich ein Kräftemessen dar: Immer wieder gleicht sich das Kräfteverhältnis zwischen dem gespenstisch anmutenden Tuch und den im Kreis arrangierten Kümmerlingen aus. Diese halten die Bewegung und Form des Tuches in „Schach”. Durch den stetigen Wind angeregt, balancieren sich das Fortbewegen und das Hierbleiben hin zu einer nur leicht variablen Spanne des sogenannten Gleichgewichts. Die Installation zeigt anschaulich durch alltägliche Elemente, wie Wechselwirkungen zweier Kräfte einen Verlauf konstant halten können, was eine der möglichen Formgebungen darstellt, wenn innere und äußere Faktoren, Meinungen, und Einflüsse aufeinander treffen.

Anton Steenbock lebt und arbeitet in Berlin.

A white tablecloth, scalawags and a fresh breeze - utensils for a calm Sunday afternoon at the outskirts? Anton Steenbock’s installation Am 31. weht frischer Wind bei Mutti adapts this association in a humorous way: A white cloth is installed above a powerful fan, held by 25 little bottles, which sound like a wind chime, whenever the fan brings the cloth to dance in the air. This audiovisual dance resembles rather a trial of strengths: again and again, the power of the fan, increasing the movement of the eerie cloth, and its 25 holding elements on the ground balance each other out. Power of ‘moving along‘ and ‘staying here‘ coincide and form almost an equilibrium. The installation shows with the means of every-day properties, how the interaction of two forces can hold progress in a stable state. This possible shaping can occur when inner and outer factors, opinions and influences concur: a dynamic tug-of-war.

Anton Steenbock lives and works in Berlin.

ARMIN KEPLINGER, ANDREAS GREINER (A/A)
BRUTE FORCE, 2017
VR-INSTALLATION

Der Doom untersucht das Potenzial der virtuellen Realität zur Erweiterung der Definition von Skulptur. In der Luft schwebend, allseitig von der Arbeit umgeben, erlebt der Betrachtende eine schwarze Wolke, die auf ihn zurauscht und einen apokalyptischen 360-Grad-Ausblick ergibt. Die Konstruktion und Dekonstruktion dieser Form balanciert zwischen starker Abstraktion und realistischen Ansichten, was jedoch insgesamt einen reduzierten visuellen Code aus harten Schwarz- und Weißtönen verwendet. Zusammen mit dem stark pulsierenden subbassgetriebenen Soundtrack erzeugt die VR Arbeit von Keplinger und Greiner einen konstanten Strom ständiger Veränderung, dem das Publikum ausgesetzt ist. Durch die Wahl der für den erdgebundenen Menschen fremden Umgebung, des Luftraums, spricht der Doom die Faszination des Fliegens an und untersucht die bedrohlichen und ebenso erhabenen Momente der Vernichtung. Werden wir in der undeterminierten Zukunft über uns selbst fallen oder aufsteigen?

The Doom explores the potential of virtual reality for expanding the definition of sculpture. Floating in the air, surrounded on all sides by the work, the viewer experiences a black cloud rushing towards them*, giving an apocalyptic 360-degree view. The construction and deconstruction of this form balances between strong abstraction and realistic views, all of which use a reduced visual code of hard blacks and whites. Together with the strongly pulsating sub-bass-driven soundtrack, the VR work by Keplinger and Greiner creates a constant stream of constant change to which the audience is exposed. By choosing the environment unfamiliar to the earthbound, the airspace, the doom addresses the fascination of flying and examines the threatening and equally sublime moments of annihilation.

ARMIN KEPLINGER
|¦¦|, 2019
VIDEO

Die Installation |¦¦| ist eine Mischung aus virtuellem und physischem Raum, deren Grenzen verschmolzen sind, indem modernste CGI-Techniken anwendet wird und diese Räume mit tatsächlichen physischen Veränderungen verbindet. Zwei gleich große, vertikal aufgehängte Glasplatten werden langsam angehoben und auseinander bewegt. Die folgende Gegenbewegung führt zu ihrer Kollision. Obwohl der gesamte Prozess und Aufbau vollständig realitäts- und materialbezogen zu sein scheint, ist nur eine Platte physisch. Die andere und ihre Auswirkungen werden in einer komplexen virtuellen Umgebung rekonstruiert und simuliert. Die Arbeit versucht, eine Vision des utopischen Moments zu skizzieren, in dem unsere physische Realität in den umgebenden digitalen Raum eines futuristischen virtuellen (Meta-) Bewusstseins übergeht. Ein stabiles, ausgewogenes System von scheinbar gleichen Gegenstücken erlebt seinen eigenen Zusammenbruch und treibt langsam bis zum völligen Stillstand ins Chaos - indem es die Kontrolle über Naturkräfte, den Einsatz moderner Technologien und deren Kreuzreaktionen erlangt und verliert.

Armin Keplinger lebt und arbeitet in Berlin.

The Installation |¦¦| is a hybrid between the virtual and physical space, blending its boundaries by applying state of the art CGI-techniques and connecting these to actual physical alterations. Two exactly equal, vertically hanging glass plates are slowly lifted up and moved apart from each other. The following countermovement results in their collision and erasure. Both Glass Bodies react to one another and evoke each others reshaping with different levels of momenta and absorption. Although the whole process and setup seem to be completely reality and material based, only one plate is physical. The other one and its impact are reconstructed and simulated in a complex virtual setting. The set up tries to sketch a vision of the utopian moment when our physical reality will merge into the ambient digital space of a futuristic virtual (meta-)consciousness. A stable, balanced system of seemingly equal counterparts experiences its own collapse and is slowly drifting into chaos to the absolute point of standstill – by gaining and losing control over natural forces, the use of modern technologies, and its cross-reactions.
Armin Keplinger lives and works in Berlin.

PHILIP TOPOLOVAC
ENVISAT, 2014
BRONZE, METALLGERÜST, STAHLKABEL
54 × 36 × 28 cm

Beobachtungssatelliten sind hochtechnologische Apparate,
die der Dokumentation, Vermessung und Erforschung der Erdoberfläche
zu wissenschaftlichen und militärischen Zwecken
dienen. Dem menschlichen Blick verborgen, sind sie nur als
leuchtende Punkte am Firmament wahrnehmbar. Im Rahmen
seiner skulpturalen und fotografischen Projekte zum Genre
der Landschaftsdarstellung befasst sich Philip Topolovac in
der Serie Satellitenbeobachtung (2009–2014) mit den Formen
dieser Instrumente der irdischen Selbstbetrachtung. Er macht
die unsichtbaren Beobachter/innen sichtbar, indem er ihre auf
optimaler Funktionalität basierenden Körper zu skulpturalen
Formen umdeutet. Der von der ESA gebaute Umweltsatellit
Envisat war mit 25 Metern Länge der größte je gebaute
Erdbeobachtungssatellit. Nach zehn Jahren Dienstzeit brach
2012 der Funkkontakt ab. Seither zieht er als Weltraumschrott
im Orbit seine Kreise und wird irgendwann in der Erdatmosphäre
verglühen. In Bronze gegossen wird dem verlorenen
Satelliten eine dauerhafte ästhetische Präsenz verliehen.

Philip Topolovac hat in Berlin studiert.
Er lebt und arbeitet in Berlin.

Observational satellites are high-tech apparatus used for the
documentation, surveying and exploration of the Earth‘s surface
for scientific and military purposes. Hidden from the human
eye, they are only noticeable as luminous points in the
sky. As part of his sculptural and photographic projects on
the genre of landscape representation, Philip Topolovac‘s series
‘Satellite Observation‘ (2009–2014) deals with the forms
of these instruments of earthly self-reflection. He makes the
invisible observers visible by reinterpreting their bodies based
on optimal functionality into sculptural forms. Built by ESA
Envisat environmental satellite was 25 meters in length, the
largest ever built Earth observation satellite. After ten years
of service the radio contact broke in 2012. Since then he has
been orbiting as space junk in orbit and will eventually burn
up in the earth‘s atmosphere. Cast in bronze, the lost satellite
is given a lasting aesthetic presence.

Philip Topolovac studied in Berlin.
He lives and works in Berlin.

MARKUS WIRTHMANN
SALZBILDER
SEIT 2008
VERSCHIEDENE MINERALSALZE
AUF LEINWAND, NESSEL, JUTE
JEWEILS ca. 40 × 30 × 5 cm

Markus Wirthmanns Salzbilder verewigen einen Kristallisierungsprozess.
In verschiedenen Mineralsalzlösungen werden
Leinwände eingelegt. Durch das Verdunsten des Wassergehalts
der Salzlösung bilden sich Salzkristalle auf der Leinwand.
Hier spielen äußere Einflüsse, wie auch die eigenen Entscheidungen
für den Gestaltungsprozess des Werkes eine Rolle.
Der Künstler entscheidet, wann er das ungehinderte Wachstum
der Salzkristalle in der Lösung stoppen möchte. Dagegen
gelten Verhältnisse zwischen den Salzen in der Lösung, die
Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit als äußere und sich wandelnde
Faktoren, die das Aussehen der Salzbilder ebenso beeinflussen.
Es entstehen somit unterschiedliche, fast unberechenbare
Bilder mit verschiedenen Formen und Farben.

Markus Wirthmann hat in Braunschweig und Berlin
studiert. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Markus Wirthmann’s cristalline images eternalize a solidification
process. Canvases are laid into different mineral salt solutions.
Through evaporating of water content within the mineral
salt solution, salt crystals form along the canvas. Outer
influences as well as inner decision making play a major role
in how the art work will be shaped and look like. The artists
decides when to stop the unrestricted growth of salt chrystals.
Furthermore, outside influences such as the proportion
of different salt components, the temperature and humidity
affect the outcome as well. Throughout this work cycle, different
and almost unpredictable images emerge with different
cristalline shapes and colours.

Markus Wirthmann studied in Braunschweig and Berlin.
He lives and works in Berlin.

undeterminants

(*for English version see below)

graphic design © Charlotte Hansel

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Mittwoch, 17. Juli 2019

Öffnungszeiten: 14-21 Uhr

Ort: Strahlensaal der ehemaligen Frauenklinik, Virchowweg
20, 10117 Berlin

undeterminants im Strahlensaal beschäftigt sich mit verschiedenen (visuellen) Ausprägungen von Entwicklungsformen und Entscheidungsprozessen – insbesondere deren (un-)linearen Verläufen – dem Einfluss von Außen sowie der Unberechenbarkeit des Fehlers und Zufalls.

Innerhalb der Mauern des Strahlensaals wurden schon immer Entscheidungen getroffen und Entscheidungsfindung ermöglicht:
Während Selmar Aschheim und Bernhard Zondek 1927 eine erste Frühtestmethode zur Schwangerschaftserkennung in der Universitätsklinik entdeckten und im Strahlensaal ihren Studierenden erläuterten, ahnten sie noch nicht, dass diese Erfindung lebensverändernd sein würde und knapp 100 Jahre später in der Anwendung der genetischen Diagnostik bei Schwangeren münden sollte.

Ausgangspunkt für die Ausstellung im Strahlensaal sind Entscheidungsprozesse und auf diese Prozesse einwirkende formgebende Faktoren, wie physikalische Kräfte, Zufälle, die Chance des Fehlers sowie greifbare und gedankliche Barrieren.
Einmal in Gang gesetzte Verläufe lassen die eben genannten Faktoren die unterschiedlichsten Formentwicklungen entstehen, und Funktionssysteme, in denen wir gefangen sind, entwickeln sich in eine scheinbar vorbestimmte Richtung.

Dennoch existieren Alternativmodelle, die sich Trends dynamisch entgegensetzen. Diese Formen metaphorischer Verläufe sollen in der Ausstellung undeterminants genauso künstlerisch visuell präsentiert werden, wie die kleinen und geheimen Entwicklungen, die ihrem Eigenleben überlassen sind.

Hierbei werden Arbeiten vorgestellt, in denen sich die Künstler*innen mit der Ästhetik des Zufalls und dem Einfluss von außen befassen, Arbeiten, in denen das Vorbestimmte und das Geleitete zum Hauptmotiv der Arbeit werden sowie Arbeiten, die an Strukturen erinnern, die scheinbar aus der Kontrolle geraten sind und nach eigenen Regeln gedeihen.
Gerade, gewunden, ungehemmt, zaghaft, brüchig und parallel zueinander können Entscheidungen und die daraus resultierenden Entwicklungen in Form übersetzt werden, wobei besonderer Fokus auf skulpturalen Objekten und audio-visuellen Medien liegt.

English version:

undeterminants deals with different forms of developments and processes of decision-making, and emphasises their (non)lineary courses, as well as thematising extraneous influence and unpredictability of coincidence and error.

Wednesday, 17 July 2019

Opening hours: 2-9 pm

Venue: Strahlensaal at the former women’s hospital,
Virchowweg 20, 10117 Berlin

Künstler*innen/ artists: A/A Armin Keplinger & Andreas Greiner, Jonas Etter, Johanna Jaeger, Johanna Jaeger, Jonas Etter, Markus Wirthmann, Anton Steenbock, Philip Topolovac, Ulrike Mohr, Ulrike Mohr, Anton Steenbock, Philip Topolovac, Markus Wirthmann

Kuratorinnen/ curators: Mette Kleinsteuber, Polina Kokotov

ARBEITEN/ EXHIBITED PIECES:

JONAS ETTER

Die Arbeit von Jonas Etter thematisiert das wechselseitige Verhältnis zwischen Künstler und den von ihm verarbeiteten Materialien. In präzisen Versuchsanordnungen und in seiner Auseinandersetzung mit den materialspezifischen Eigenschaften von Tusche, Aluminiumfolie, Papier, Zucker oder Feuer ist das Moment der wohl intendierten, stets aber ungewissen „Gegenleistung” des künstlerischen Arbeitsmaterials zentral. Das Ausloten materialspezifischer Reaktionsweisen des Materials kreiert eine experimentelle Situation: „Was gibst Du mir wenn ich Dich erhitze, wenn ich Dich ausgiesse, wenn ich Dich falte?”.

Jonas Etter lebt und arbeitet in Zürich.

The work of Jonas Etter describes the mutual bond and the relationship between the artist and the materials he uses. In precise experimental arrangements and in his examination of the material-specific properties of ink, aluminium foil, paper, sugar or fire, the moment of the well-intended, but always uncertain ‚return‘ of the artistic material is central. The exploration of material-specific reactions of the material creates an experimental situation: ‘What do you give me if I heat you, if I pour you out, if I fold you?‘ The site-specific work in the Strahlensaal takes up the dialogic form of a dialogue between the material.

Jonas Etter lives and works in Zürich.

JOHANNA JAEGER
UNSTILL 20 MIN, 2017, VIDEOLOOP, PROJEKTIONSMASSE VARIABEL

Johanna Jaegers Projektion unstill beschreibt den Verlauf von Tinte in einem breiten Wasserbad. Fünfundzwanzig Tropfen dunkler Tinte werden in Wasser getropft und deren Ausbreitung über 20 Minuten in einem Panorama-Format filmisch begleitet. Anfangs verteilt sich die Farbe schnell, sodass die ursprünglichen Startpunkte verwischen und sich bald ein abstraktes Farbbild einstellt. Die an Bilder von William Turner erinnernden Verläufe verändern sich für das menschliche Auge kaum sichtbar aber wahrnehmbar. Die zunehmende Langsamkeit der Veränderung im Video steht im Gegensatz zum stürmischen Bildaufbau des sich stets wandelnden Bildes und löst einen meditativen Sog auf den Betrachtenden aus. Die Bewegung und Vermischung der Moleküle wird an einem zeitlichen Punkt, der nicht mehr im Video gezeigt wird, schlussendlich zum Stillstand kommen. Die Form der Vermischung ist eine Kombination aus berechenbaren Faktoren, wie der Dichte der Elemente und Bewegungsrichtungen, aber vor allem dem Zufall.

Johanna Jaeger hat in Montpellier, Berlin und New York Bildende Kunst studiert. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Johanna Jaegers projection unstill depicts the course of ink sinking into a water container. Twenty-five drops of ink, released successively into the water, diffuse in water. The experiment is captured within a panorama-like frame for 20 minutes. In the beginning, the ink spreads rapidly, so that the initial starting points start to blur and an abstract image extracts from this process. The emerging images remind us of the impressionist paintings by William Turner. The slowly changing flow of the ink is hardly visible, but still perceptible. The increasing slowness of change within the video contrasts with the stormy composition of the momentary frame and unleashes a meditative pull towards the beholder. Movement and blending of molecules will eventually come to a stillstand, this moment, however, lies outside the frame of the video. The pattern of blending water and ink consists of a combination of predictable factors, such as the density of elements and movement direction, but particularly of coincidence.

Johanna Jaeger studied in Montpellier, Berlin and
New York. She lives and works in Berlin.

ULRIKE MOHR
KREISE IM RAUM, 2019
INSTALLATION AUS GEKÖHLERTEN OBJEKTEN, DREHMOTOR

Durch den Transformationsprozess des Köhlerns haben die Objekte ihre ursprüngliche Farbgebung verloren, die Details ihrer Oberfläche jedoch sind erhalten und für immer konserviert. Das physische Umgehen und Eintauchen in die räumliche Tiefe der Arbeiten ermöglicht es, die Komplexität, die Leichtigkeit und die Identität der Raumzeichnungen wahrzunehmen. Ulrike Mohr löst die Grenzen zwischen Material, Raum, Zeit und Klang zunehmend auf und schafft so andere Interpretations- und Erfahrungsräume. Im Strahlensaal zeigt die Künstlerin die ortsspezifische Arbeit Kreise im Raum, welche die Leerstelle einer fehlenden Lampe zum Ausgangspunkt einer kreisenden Raumzeichnung macht, die rhythmisch einen Klang erzeugt.

Ulrike Mohr lebt und arbeitet in Berlin

Through the transformation process of burning charcoal, the objects have lost their original colour, but the details of their surface are preserved and preserved forever. The physical handling and immersion in the spatial depth of the work make it possible to perceive the complexity, the lightness and the identity of the spatial drawings. Ulrike Mohr increasingly dissolves the boundaries between material, space, time and sound and thus creates different spaces of interpretation and experience. In the Strahlensaal, the artist shows the site-specific work Circular paths, which makes the blank space of a missing lamp the starting point for a circular spatial drawing that rhythmically creates a sound.

Ulrike Mohr lives and works in Berlin

ANTON STEENBOCK
AM 31. WEHT FRISCHER WIND BEI MUTTI
KÜMMELFLASCHEN, VENTILATOR, SEILE, TUCH

Ein weißes Tischtuch, kleine Kümmelflaschen und eine laue Brise – Utensilien eines gediegenen Sonntagnachmittags am Stadtrand? Anton Steenbocks Installation Am 31. weht frischer Wind bei Mutti rezipiert diese Assoziation auf humorvolle Weise. Ein Starkstromventilator bringt über sich ein weißes Tuch zum Tanzen, gehalten von 25 Kümmerlingen, die, an Scharnieren befestigt, wie ein Windspiel zufällig erklingen. Dieser audio-visuelle Tanz stellt eigentlich ein Kräftemessen dar: Immer wieder gleicht sich das Kräfteverhältnis zwischen dem gespenstisch anmutenden Tuch und den im Kreis arrangierten Kümmerlingen aus. Diese halten die Bewegung und Form des Tuches in „Schach”. Durch den stetigen Wind angeregt, balancieren sich das Fortbewegen und das Hierbleiben hin zu einer nur leicht variablen Spanne des sogenannten Gleichgewichts. Die Installation zeigt anschaulich durch alltägliche Elemente, wie Wechselwirkungen zweier Kräfte einen Verlauf konstant halten können, was eine der möglichen Formgebungen darstellt, wenn innere und äußere Faktoren, Meinungen, und Einflüsse aufeinander treffen.

Anton Steenbock lebt und arbeitet in Berlin.

A white tablecloth, scalawags and a fresh breeze - utensils for a calm Sunday afternoon at the outskirts? Anton Steenbock’s installation Am 31. weht frischer Wind bei Mutti adapts this association in a humorous way: A white cloth is installed above a powerful fan, held by 25 little bottles, which sound like a wind chime, whenever the fan brings the cloth to dance in the air. This audiovisual dance resembles rather a trial of strengths: again and again, the power of the fan, increasing the movement of the eerie cloth, and its 25 holding elements on the ground balance each other out. Power of ‘moving along‘ and ‘staying here‘ coincide and form almost an equilibrium. The installation shows with the means of every-day properties, how the interaction of two forces can hold progress in a stable state. This possible shaping can occur when inner and outer factors, opinions and influences concur: a dynamic tug-of-war.

Anton Steenbock lives and works in Berlin.

ARMIN KEPLINGER, ANDREAS GREINER (A/A)
BRUTE FORCE, 2017
VR-INSTALLATION

Der Doom untersucht das Potenzial der virtuellen Realität zur Erweiterung der Definition von Skulptur. In der Luft schwebend, allseitig von der Arbeit umgeben, erlebt der Betrachtende eine schwarze Wolke, die auf ihn zurauscht und einen apokalyptischen 360-Grad-Ausblick ergibt. Die Konstruktion und Dekonstruktion dieser Form balanciert zwischen starker Abstraktion und realistischen Ansichten, was jedoch insgesamt einen reduzierten visuellen Code aus harten Schwarz- und Weißtönen verwendet. Zusammen mit dem stark pulsierenden subbassgetriebenen Soundtrack erzeugt die VR Arbeit von Keplinger und Greiner einen konstanten Strom ständiger Veränderung, dem das Publikum ausgesetzt ist. Durch die Wahl der für den erdgebundenen Menschen fremden Umgebung, des Luftraums, spricht der Doom die Faszination des Fliegens an und untersucht die bedrohlichen und ebenso erhabenen Momente der Vernichtung. Werden wir in der undeterminierten Zukunft über uns selbst fallen oder aufsteigen?

The Doom explores the potential of virtual reality for expanding the definition of sculpture. Floating in the air, surrounded on all sides by the work, the viewer experiences a black cloud rushing towards them*, giving an apocalyptic 360-degree view. The construction and deconstruction of this form balances between strong abstraction and realistic views, all of which use a reduced visual code of hard blacks and whites. Together with the strongly pulsating sub-bass-driven soundtrack, the VR work by Keplinger and Greiner creates a constant stream of constant change to which the audience is exposed. By choosing the environment unfamiliar to the earthbound, the airspace, the doom addresses the fascination of flying and examines the threatening and equally sublime moments of annihilation.

ARMIN KEPLINGER
|¦¦|, 2019
VIDEO

Die Installation |¦¦| ist eine Mischung aus virtuellem und physischem Raum, deren Grenzen verschmolzen sind, indem modernste CGI-Techniken anwendet wird und diese Räume mit tatsächlichen physischen Veränderungen verbindet. Zwei gleich große, vertikal aufgehängte Glasplatten werden langsam angehoben und auseinander bewegt. Die folgende Gegenbewegung führt zu ihrer Kollision. Obwohl der gesamte Prozess und Aufbau vollständig realitäts- und materialbezogen zu sein scheint, ist nur eine Platte physisch. Die andere und ihre Auswirkungen werden in einer komplexen virtuellen Umgebung rekonstruiert und simuliert. Die Arbeit versucht, eine Vision des utopischen Moments zu skizzieren, in dem unsere physische Realität in den umgebenden digitalen Raum eines futuristischen virtuellen (Meta-) Bewusstseins übergeht. Ein stabiles, ausgewogenes System von scheinbar gleichen Gegenstücken erlebt seinen eigenen Zusammenbruch und treibt langsam bis zum völligen Stillstand ins Chaos - indem es die Kontrolle über Naturkräfte, den Einsatz moderner Technologien und deren Kreuzreaktionen erlangt und verliert.

Armin Keplinger lebt und arbeitet in Berlin.

The Installation |¦¦| is a hybrid between the virtual and physical space, blending its boundaries by applying state of the art CGI-techniques and connecting these to actual physical alterations. Two exactly equal, vertically hanging glass plates are slowly lifted up and moved apart from each other. The following countermovement results in their collision and erasure. Both Glass Bodies react to one another and evoke each others reshaping with different levels of momenta and absorption. Although the whole process and setup seem to be completely reality and material based, only one plate is physical. The other one and its impact are reconstructed and simulated in a complex virtual setting. The set up tries to sketch a vision of the utopian moment when our physical reality will merge into the ambient digital space of a futuristic virtual (meta-)consciousness. A stable, balanced system of seemingly equal counterparts experiences its own collapse and is slowly drifting into chaos to the absolute point of standstill – by gaining and losing control over natural forces, the use of modern technologies, and its cross-reactions.
Armin Keplinger lives and works in Berlin.

PHILIP TOPOLOVAC
ENVISAT, 2014
BRONZE, METALLGERÜST, STAHLKABEL
54 × 36 × 28 cm

Beobachtungssatelliten sind hochtechnologische Apparate,
die der Dokumentation, Vermessung und Erforschung der Erdoberfläche
zu wissenschaftlichen und militärischen Zwecken
dienen. Dem menschlichen Blick verborgen, sind sie nur als
leuchtende Punkte am Firmament wahrnehmbar. Im Rahmen
seiner skulpturalen und fotografischen Projekte zum Genre
der Landschaftsdarstellung befasst sich Philip Topolovac in
der Serie Satellitenbeobachtung (2009–2014) mit den Formen
dieser Instrumente der irdischen Selbstbetrachtung. Er macht
die unsichtbaren Beobachter/innen sichtbar, indem er ihre auf
optimaler Funktionalität basierenden Körper zu skulpturalen
Formen umdeutet. Der von der ESA gebaute Umweltsatellit
Envisat war mit 25 Metern Länge der größte je gebaute
Erdbeobachtungssatellit. Nach zehn Jahren Dienstzeit brach
2012 der Funkkontakt ab. Seither zieht er als Weltraumschrott
im Orbit seine Kreise und wird irgendwann in der Erdatmosphäre
verglühen. In Bronze gegossen wird dem verlorenen
Satelliten eine dauerhafte ästhetische Präsenz verliehen.

Philip Topolovac hat in Berlin studiert.
Er lebt und arbeitet in Berlin.

Observational satellites are high-tech apparatus used for the
documentation, surveying and exploration of the Earth‘s surface
for scientific and military purposes. Hidden from the human
eye, they are only noticeable as luminous points in the
sky. As part of his sculptural and photographic projects on
the genre of landscape representation, Philip Topolovac‘s series
‘Satellite Observation‘ (2009–2014) deals with the forms
of these instruments of earthly self-reflection. He makes the
invisible observers visible by reinterpreting their bodies based
on optimal functionality into sculptural forms. Built by ESA
Envisat environmental satellite was 25 meters in length, the
largest ever built Earth observation satellite. After ten years
of service the radio contact broke in 2012. Since then he has
been orbiting as space junk in orbit and will eventually burn
up in the earth‘s atmosphere. Cast in bronze, the lost satellite
is given a lasting aesthetic presence.

Philip Topolovac studied in Berlin.
He lives and works in Berlin.

MARKUS WIRTHMANN
SALZBILDER
SEIT 2008
VERSCHIEDENE MINERALSALZE
AUF LEINWAND, NESSEL, JUTE
JEWEILS ca. 40 × 30 × 5 cm

Markus Wirthmanns Salzbilder verewigen einen Kristallisierungsprozess.
In verschiedenen Mineralsalzlösungen werden
Leinwände eingelegt. Durch das Verdunsten des Wassergehalts
der Salzlösung bilden sich Salzkristalle auf der Leinwand.
Hier spielen äußere Einflüsse, wie auch die eigenen Entscheidungen
für den Gestaltungsprozess des Werkes eine Rolle.
Der Künstler entscheidet, wann er das ungehinderte Wachstum
der Salzkristalle in der Lösung stoppen möchte. Dagegen
gelten Verhältnisse zwischen den Salzen in der Lösung, die
Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit als äußere und sich wandelnde
Faktoren, die das Aussehen der Salzbilder ebenso beeinflussen.
Es entstehen somit unterschiedliche, fast unberechenbare
Bilder mit verschiedenen Formen und Farben.

Markus Wirthmann hat in Braunschweig und Berlin
studiert. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Markus Wirthmann’s cristalline images eternalize a solidification
process. Canvases are laid into different mineral salt solutions.
Through evaporating of water content within the mineral
salt solution, salt crystals form along the canvas. Outer
influences as well as inner decision making play a major role
in how the art work will be shaped and look like. The artists
decides when to stop the unrestricted growth of salt chrystals.
Furthermore, outside influences such as the proportion
of different salt components, the temperature and humidity
affect the outcome as well. Throughout this work cycle, different
and almost unpredictable images emerge with different
cristalline shapes and colours.

Markus Wirthmann studied in Braunschweig and Berlin.
He lives and works in Berlin.